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Ulrike AdamMerkmale: Geschlecht, Herkunft, Mehrfachdiskriminierung, soziale Lage insbesondere aufgrund von Sorgeverantwortung
Ulrike Adam ist stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig. Ihre beruflichen Schwerpunkte lagen 1992-2003 in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Seit 2003 ist Ulrike Adam im Bereich Gleichstellung tätig. Seit einigen Jahren hat sie hierbei einen Schwerpunkt auf Frauen mit Migrationserfahrung und Zuwanderungsgeschichte und auf Equal Care – Vereinbarkeitsproblematiken – Sorgekrise, Diskriminierung und soziale Notlagen aufgrund von Sorgeverantwortung, wie beispielsweise die Situation von Alleinerziehenden und pflegenden Angehörigen.

Laura Bettels (sie/ihr)Merkmale: Lebensalter, Verschränkung
Laura Bettels hat sich während ihrer Studienzeit interdisziplinär mit verschiedenen Lebensphasen auseinandergesetzt und einem Bachelor in Erziehungswissenschaft und einen Master in Gerontologie absolviert. Sie engagiert sich und schafft Sichtbarkeit bezüglich Altersbildern und den Zusammenhängen von Lebensalter und Bildung, Arbeit, Gesundheit und Digitalisierung. Als ehemalige Antidiskriminierungsberaterin betrachtet sie das Merkmal Lebensalter in Verschränkung mit weiteren Diskriminierungsmerkmalen.
Seit Juni 2025 baut Laura Bettels ein Nachbarschaftszentrum auf, in dem Personen jeglichen Alters zusammenfinden und Angebote für alle Interessierten geschaffen werden.

Elif CimenMerkmale: ethnische Herkunft/rassistische Zuschreibungen, Religion
Elif ist Kindheitspädagogin und studiert aktuell Soziale Arbeit. Sie arbeitet in einer Inobhutnahmeeinrichtung für geflüchtete Kinder und Jugendliche und bringt mehrjährige Erfahrung aus der Kinder- und Jugendhilfe mit.
Gemeinsam mit ihrer Cousine und ihrer Schwester hat Elif das Kollektiv migra.bs ins Leben gerufen und erkämpft sich dadurch Plätze in der Braunschweiger lokalen Diskurslandschaft. Mit migra.bs setzen sie als drei Frauen eigene Akzente, indem sie Themen und Projekte mit kulturellem, rassismuskritischem und gesellschaftspolitischem Fokus initiieren und sichtbar machen.
Elifs Engagement gilt insbesondere dem Empowerment von Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Sie setzt sich für eine intersektionale, rassismuskritische Praxis ein und bringt ihre Perspektive und Erfahrung nun im Beirat der Antidiskriminierungsstelle ein.

Ayşenur DemirMerkmale: Religion/rassistische Zuschreibungen
Mein Name ist Ayşenur Demir, ich bin 30 Jahre alt und habe Soziologie studiert. Sowohl im wissenschaftlichen Kontext als auch im ehrenamtlichen Engagement habe ich mich intensiv mit antimuslimischem Rassismus auseinandergesetzt. Als Bildungsreferentin habe ich Workshops zu den Themen Demokratieförderung, gesellschaftliche Teilhabe und rassismuskritische Bildungsarbeit konzipiert und durchgeführt. Der Austausch mit verschiedenen Zielgruppen und die Reflexion bestehender Machtverhältnisse standen dabei im Mittelpunkt meiner Arbeit.
Aktuell führe ich das Café [ein]heimisch in Braunschweig.

Türkân Deniz-RoggenbuckMerkmale: übergreifend/intersektional
Türkân Deniz-Roggenbuck ist Inhaberin von Kulturton – Agentur für Diversität & Transkulturalität. Als interdisziplinär ausgebildete Diversity-Trainerin, Sozialmanagerin und Coachin begleitet sie bundesweit Organisationen bei der strategischen Verankerung von Vielfalt. In Braunschweig und der Region setzt sie sich seit Jahren aktiv für diskriminierungskritische Strukturen, Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven und transkulturelle Öffnung ein – insbesondere im Kultur- und Bildungsbereich. www.kulturton.com
„Für die Beiratsarbeit der Antidiskriminierungsstelle bringe ich fundierte Praxiserfahrung, systemisches Denken und einen ganzheitlichen Blick auf Veränderungsprozesse mit. Mein Anliegen ist es, Diversität als Querschnittsthema mitzugestalten – verbindend, praxisnah und zukunftsorientiert.“

Lea Hinrichs (sie/ihr)Merkmal: Soziale Herkunft
Ich bin 26 Jahre alt und ich werde den Beirat unterstützen, indem ich vor allem Themen rund um die soziale Herkunft im Blick haben möchte. Ich habe selbst direkt und indirekt in meinem Umfeld einige Diskriminierungserfahrungen erlebt und mitbekommen. Daher möchte ich mich als Teil des Beirats dafür einsetzen, dass von Diskriminierung betroffene Personen eine Anlaufstelle haben, in der ihre Belange ernst genommen werden. Diese Arbeit wird mein erstes Ehrenamt sein. Hauptberuflich arbeite ich in der Wissenschaftskommunikation einer Hochschule, wo ich wissenschaftliche Themen in die Öffentlichkeit vermittele.
Zuvor habe ich Fächer aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich in Göttingen und Braunschweig studiert. Ich bin in Wolfenbüttel und Braunschweig zur Schule gegangen und habe hier meine Kindheit und Jugend verbracht, weshalb ich mit der Stadt Braunschweig und der Region eng verwurzelt bin.

Nicole KupitschMerkmale: intersektionale Diskriminierung, ethnische Herkunft/rassistische Zuschreibung, Behinderung und Lebensalter
Mein Name ist Nicole Kupitsch und ich studiere Soziale Arbeit – das heißt, ich interessiere mich sowohl für das gute gesellschaftliche Miteinander, als auch für dessen Baustellen. Diskriminierungen sind ein Teil dieser Baustellen. Sie sind vielfältig und stellen unseren Alltag mit unterschiedlich großen Herausforderungen regelmäßig auf die Probe: von kaum wahrnehmbaren Ungerechtigkeiten bis hin zu untragbaren und unfassbaren Zuständen. Dabei zeigen sie eine Gemeinsamkeit: sie sind nicht für immer und wir sind ihnen nicht hilflos ausgeliefert.
Lösungen zu finden und bereits bestehende zu stärken, sehe ich als essentiellen Bestandteil für ein wertschätzendes und bereicherndes Zusammenleben.
Im Beirat Antidiskriminierung engagiere ich mich ehrenamtlich, besonders in den Bereichen intersektionale Diskriminierung, ethnische Herkunft und rassistische Zuschreibung, Behinderung sowie Lebensalter.

Tiara LouisMerkmale: Rassismus
Ich heiße Tiara, ich bin 20 Jahre alt, Musikerin und Gesangslehrerin. Im Verein If a Bird leite ich das Bandprojekt New Soul Generation und wirke ehrenamtlich in der Organisation mit.
Als PoC in Deutschland war ich schon von Kind auf Rassismus ausgesetzt. Im Laufe meiner Jugend und meines Erwachsenenlebens werde ich schließlich als queere Frau of Color von weiteren Diskriminierungserfahrungen bis heute begleitet. Vor allem betroffen bin ich von Rassismus, Homophobie, Ableismus und Sexismus, weshalb ich mich heute aktiv für Antirassismus, Inklusion, Gender Equality und viele andere Faktoren für soziale Gerechtigkeit einsetze.
Durch diese Erfahrungen musste ich leider auf die harte Weise lernen, mit ihnen umzugehen. Dies war eine große Herausforderung für mich, jedoch erweckten die Erfahrungen schon in meiner Kindheit ein starkes Gerechtigkeitsgefühl und dieser Kampf formte mich zu der Aktivistin und Feministin, die ich jetzt bin.
In dem Verein If a Bird kämpfe ich aktiv für Gleichstellung, Gleichberechtigung und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft ein. Aktuell eröffne ich eine Musikschule, die zugänglich für alle Jugendlichen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten sein soll. Die Musikschule soll die Jugendlichen nicht nur musikalisch fördern, sondern ihnen auch helfen eine politische Orientierung zu finden und ihre Stimmen zu nutzen. Meine Vision ist eine gesellschaftliche Revolution anzustreben, weshalb ich viel Aufklärungsarbeit betreibe und besonders marginalisierten Jugendlichen helfe, ihre Belange durch Kunst und Musik an die Gesellschaft zu artikulieren. Ich möchte junge Menschen empowern und sie dabei unterstützen, sich künstlerisch und politisch so zu entfalten wie sie es wollen.

Norbert RüscherMerkmale: Behinderung
Norbert Rüscher ist 68 Jahre alt, Dipl.-Verwaltungswirt und war bis 2019 Koordinator für „Braunschweig inklusiv“ der Stadt Braunschweig. Hier hat er u.a. einen „Kommunalen Aktionsplan“ (KAP) für Inklusion vorbereitet, die erste Braunschweiger Inklusions-Konferenz (BIK) organisiert und bei der Ausgestaltung des Lebensbereiches „Gesundheit und Sport“ mitgewirkt. Als Vizepräsident des Stadtsportbundes (SSB) Braunschweig e.V. ist Norbert Rüscher im Handlungsfeld Sportentwicklung (u.a. „Inklusion im und durch Sport“) bei der Umsetzung des Projektes „Teilhabe Sportverein“ aktiv. Als Vorstandsmitglied des Behindertenbeirat Braunschweig e.V. im Fachbereich Sport bringt er seine Expertise zu Themen wie „Barrierefreie Zugänge, Sportangebote, Veranstaltungen“ ein.
Im Beirat Antidiskriminierung bringt Norbert Rüscher sich für das Merkmal Behinderung ein.

Mareike Stober (sie/ihr)Merkmale: sexuelle Identität, Geschlecht
Mareike Stober ist seit 2019 Koordinatorin für das Themenfeld: Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen bei der Stadt Braunschweig. Sie arbeitet in zahlreichen Arbeitsgruppen und Netzwerken daran, die Gesellschaft zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aufzuklären und Vorurteile einzudämmen. Sie ist seit 2015 (ehren- und hauptamtlich) im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit tätig.