Die Antidiskriminierungsstelle Braunschweig ist für alle Braunschweiger*innen da, die Diskriminierung erfahren. Die Beratung erfolgt kostenfrei nach den Prinzipien der Vertraulichkeit und Parteilichkeit.

Den Kern unseres Angebots bildet die Beratung. Hier können Sie in einem geschützten Raum über das Erlebte sprechen und Ihre Anliegen klären. Gemeinsam entwickeln wir Handlungsmöglichkeiten und unterstützen Sie bei der Umsetzung. 

Die Volkshochschule Braunschweig GmbH ist Träger der Antidiskriminierungsstelle Braunschweig. Als Tochtergesellschaft der Stadt Braunschweig ist sie betraut mit den Aufgaben Bildung, Beschäftigung, Beratung, Kultur, und Qualifizierung. Sie handelt in öffentlicher Verantwortung und bietet Orte für Begegnung, Teilhabe und gesellschaftliche Inklusion. 

Im Sinne demokratischer Grundwerte unterstützt die Antidiskriminierungsstelle Braunschweig Menschen im Falle von Benachteiligung und bei der Wahrnehmung ihres Rechts auf Nichtdiskriminierung. Weiter arbeitet die Antidiskriminierungsstelle Braunschweig lokal, regional und bundesweit mit verschiedenen Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit zusammen. Die Vernetzungs- und Lobbyarbeit soll Diskriminierung als gesellschaftlich relevantes Thema sichtbar machen. Hier ist es wichtig, im Austausch mit zivilgesellschaftlichen und kommunalen Stellen die Bedarfe einer ganzheitlichen Antidiskriminierungsarbeit auszuloten und Synergien zu entwickeln, die das Potenzial haben, flächendeckende Strukturen zu entwickeln. Siehe hierzu auch: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Expertisen/gut_beraten_flaechendeckende_antidiskrimberatung.html

Grundlage für Antidiskriminierungsarbeit in Deutschland bildet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. 2006 verabschiedet, schützt es vor Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität im Bereich Beschäftigung und Beruf und bei Alltagsgeschäften. Die Antidiskriminierungsstelle Braunschweig begrüßteine Novellierung des AGGs, da sie das Arbeiten mit Betroffenen vereinfacht und ein klares Signal für den Schutz von Betroffenen senden würde. 

Die Antidiskriminierungsstelle Braunschweig ist bestrebt, sich den Standards einer guten Antidiskriminierungsberatung sukzessive anzupassen, auftragsorientiert gemeinsam mit Betroffenen einen Beratungsprozess zu gestalten und dabei die eigenen Positionierungen und Privilegien mitzudenken und als politische Stelle den Weg zu einer weniger diskriminierenden Gesellschaft in Deutschland kritisch und aufmerksam mitzugestalten.

Der Rat der Stadt Braunschweig entschied im September 2021 nach einem vom Antidiskriminierungsverband Deutschland begleiteten, breit angelegten Partizipationsprozess die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle und betraute die VHS Braunschweig GmbH mit der Aufgabe der Einrichtung. Die Beauftragung wurde in 2024 nach einem Evaluationsbericht und Stellungnahmen der Verwaltung und der Volkshochschule Braunschweig GmbH für zwei Jahre verlängert (24-24240). Die Grundlage für die fachliche Ausgestaltung der Stelle bildet das Konzept Eine Antidiskriminierungsberatungsstelle für Braunschweig.